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Attacke auf Kika-Figur in Erfurt: Hein Blöd geköpft

26. Juli 2019 • Geschrieben von Stefanie Mueller-Durand
Kika-Figur Hein Blöd ist in Erfurt der Kopf abgeschlagen wurden. Foto: Stadt Erfurt
Vergangene Nacht haben Unbekannte den Kopf der Kika-Figur „Hein Blöd“ abgeschlagen. Wie die Erfurter Kulturdirektion mitteilt, ist sofort Anzeige wegen Sachbeschädigung bei der Polzei erstattet worden. Von Heins Kopf fehlt jede Spur.

Hein Blöd in Erfurt Kopf abgeschlagen

Die beliebte Kika-Figur sitzt seit zehn Jahren gemeinsam mit „Käpt´n Blaubär“ in einem Ruderboot mitten in der Gera direkt in der Erfurter Innenstadt.  Nach dem Attentat auf Hein Blöd haben Mitarbeiter des Garten- und Friedhofsamtes die Figurengruppe abgebaut und eingelagert. Dort bleibt sie bis feststeht, wie „Hein Blöd“ saniert werden kann.

Vorher/Nachher: Galerie des Kika-Duos:

Vom „Blöd-Kopf“ fehlt jede Spur

Da sein Kopf nicht im Wasser gefunden wurde, geht die Kulturdirektion davon aus, dass der oder die Täter das Haupt mitgenommen haben. Eine andere – aber wenig wahrscheinliche – Möglichkeit sei, dass der „Blöd-Kopf“ von der Strömung fortgespült wurde. Egal wie, die Kulturdirektion bittet um Rückgabe des Kopfes aus Polyesterharz – gern auch anonym. Bis zum 5. August ist ein Ultimatum gesetzt worden und die Täter oder die Finder haben bis dahin Zeit den Kopf zurückzugeben. Im letzteren Fall soll es auch einen kleinen Finderlohn geben, so ein Stadtsprecher.

Sanierungskosten im drei- bis vierstelligen Bereich

Wenn der Kopf wieder auftaucht, kann er problemlos vom Erfurter Metallgestalter Thomas Lindner auf den Körper aufgesetzt werden. Trotzdem schlagen Sanierungskosten im dreistelligen Bereich zu Buche. Sollte Heins Kopf  verschwunden bleiben, müsste er ab Mitte August für eine wahrscheinlich vierstellige Summe neu modelliert werden, heißt es.

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Ein „geistigen Armutszeugnis“ der Täter

Ursprünglich hatte Frank Meyer aus Görbitzhausen bei Arnstadt die Figurengruppe geschaffen. Aller Voraussicht nach würde der Künstler auch wieder den Auftrag bekommen. Sein Kollege Thomas Linder sprach am Freitag vor Ort von einem „geistigen Armutszeugnis“ der Täter. „Sowas ist nicht nur blinde Gewalt gegen einen Sachgegenstand, sondern auch gegen viele Seelen. Denn Hein Blöd wird von vielen Menschen geliebt“, sagte er.

Kika-Figuren immer wieder Opfer

Immer wieder werden die 12 Kika-Figuren in der Erfurter Innenstadt Opfer von Vandalismus. Erst vor kurzem war Hein Blöds Paddel geklaut, wenige Monaten zuvor Pittiplatschs Mütze abgerissen worden. Der Sandmann hatte schon mehrere Schäden im Gesicht, und Bernd das Brot war vor Jahren in einer Nacht- und Nebenaktion entführt worden.

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