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Der t.akt-Lieblingsladen: Die „Second Hand Boutique greengera“ verwandelt alte Kleidung in neue Schätze

13. Oktober 2026 • Geschrieben von Dunja Froriep

Ob handgemachte Kunstwerke, lokale Leckereien, handverlesene Produkte – wir alle kennen diesen einen Laden, der uns begeistert und bei dem wir gerne unser Geld lassen. In unserer Serie „t.akt-Lieblingsladen“ stellen wir einige dieser besonderen Läden vor. Hierbei haben wir ausschließlich lokale, inhabergeführte Läden im Fokus. Diesmal ist unser „Lieblingsladen“ die Second Hand Boutique greengera.

Lieblingsladen ist Second Hand Boutique greengera

Wer beim Thema Secondhand immer noch an verstaubte Dachböden und den typischen Mottenkiste-Geruch denkt, wird mitten auf dem Geraer Marktplatz eines Besseren belehrt. Direkte Nachbarschaft zum Standesamt, helle Räume, frische Inspiration: Seit 2020 führt Steffi Sonntag hier am Markt 6 die Secondhand-Boutique greengera.

Geburtsstunde Corona

Die Idee entstand spontan mitten im ersten Pandemiejahr, als das Ladenlokal leer stand. Laut Inhaberin Steffi Sonntag schlug damals die Geburtsstunde des Konzepts: „Wir waren schon damals sehr auf einem bewussten und nachhaltigen Weg unterwegs und uns war schnell klar, dass es einen Ort braucht, an dem man unkompliziert schöne Second-Hand-Mode für Frauen finden kann“.

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Die Boutique greengera in Gera setzt auf Kommission statt Klamottenberg und will Secondhand aus der Nische holen. Almuth Denz
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Die Boutique greengera in Gera setzt auf Kommission statt Klamottenberg und will Secondhand aus der Nische holen. Almuth Denz
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Die Boutique greengera in Gera setzt auf Kommission statt Klamottenberg und will Secondhand aus der Nische holen. Almuth Denz
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Die Boutique greengera in Gera setzt auf Kommission statt Klamottenberg und will Secondhand aus der Nische holen. Almuth Denz
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Die Boutique greengera in Gera setzt auf Kommission statt Klamottenberg und will Secondhand aus der Nische holen. Almuth Denz

Dass Secondhand längst aus der Nische herausgeholt gehört, beweist ihr Laden jeden Tag. Sätze wie „Ist ja gar nicht muffig hier“ oder „Second Hand ist eigentlich gar nicht so meins“ hört Sonntag regelmäßig – und nimmt es als sportliche Ansporn. „Genau deshalb werde ich nicht müde zu zeigen, wie schön, modern und unkompliziert Second Hand sein kann“, betont sie.

Inhaberin, Kreativkopf und Zahlenmensch

Dass greengera funktioniert, liegt nicht zuletzt an der Macherin hinter der Ladentheke. Steffi Sonntag ist nicht nur Zweifach-Mama und WG-Bewohnerin im Mehrgenerationenhaus vor den Toren Geras, sondern bringt als Betriebswirtin auch die nötige Dosis Zahlenverständnis mit. „Ich bin Steffi Sonntag – Inhaberin, Kreativkopf und Zahlenmensch“, beschreibt sie sich selbst. Genau diese Mischung passe perfekt: Outfits zusammenstellen, Schätze sichten und gleichzeitig das Unternehmertum vorantreiben.

Kommission statt Klamottenberg

Das Sortiment basiert auf dem klassischen Kommissionsmodell: Privatpersonen bringen Kleidung vorbei, jedes Stück wird einzeln begutachtet und ausgewählt. Wird ein Teil verkauft, gibt es eine Vergütung. „Ein Kleidungsstück muss nicht neu produziert werden, um wieder zum Lieblingsstück zu werden“, erklärt Sonntag ihr Grundprinzip.

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Von Fast-Fashion-Teilen von Zara oder Mango über unbekanntere Marken bis hin zu regionalem Schmuck, Papeterie oder Taschen kleiner Labels findet alles seinen Platz, solange Qualität und Look stimmen. „Für mich geht es darum, Kleidung weiterzuverwenden, weiterzutragen und ihr ein zweites Leben zu geben“, sagt Sonntag. Besonders unbezahlbar seien dabei die Momente, wenn sie den Abgeberinnen mitteilen kann, dass ihre Kleidung neue Besitzer gefunden hat.

Weitergeben und Weitertragen

Aktuell besonders gefragt im Laden: Jacken, Jeans, Hemden und Cord – ideale Begleiter für den Saisonwechsel. Doch das Sortiment wandelt sich ständig, denn jedes Stück gibt es exakt einmal. Wer lieber vom Sofa aus stöbert, nutzt den eigenen Online-Shop, in dem die aktuellen Stücke präsentiert werden – inklusive Versandoption oder Abholung vor Ort.

Ein Wohlfühlort für die Innenstadt

Über die Boutique-Grenzsteine hinaus versteht sich greengera als Motor für die lokale Gemeinschaft. Sonntag gründete das Netzwerk „Frauen in Business“ und stellt zweimal im Jahr den „Second Love Markt“ auf dem Marktplatz auf die Beine. „Mein Laden soll nicht nur eine Einkaufsmöglichkeit sein, sondern auch ein Teil einer lebendigen Innenstadt und Gemeinschaft“, so die Inhaberin.Ihr Ziel für die Zukunft hat Sonntag klar vor Augen: „Ich wünsche mir, dass Second Hand für die Menschen immer mehr zum ganz normalen ersten Gedanken wird.“

Ihr wollt Teil unserer Serie „t.akt-Lieblingsladen“ sein und habt einen lokalen, inhabergeführten Laden? Schreib uns einfach eine E-Mail an: info-takt-magazin@funkemedien.de mit dem Betreff „Lieblingsladen“.

Hard Facts:

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