Vier Städte und Landkreise in Thüringen laden im Mai zur Langen Nacht der Museen ein – mit Ausstellungen, Mitmachaktionen und selten zugänglichen Einblicken in die regionale Kultur- und Wissenschaftslandschaft. Laut den Sprecher:innen der Museumsnächte in Thüringen beteiligen sich zahlreiche Einrichtungen in Weimar, Erfurt, Jena und dem Weimarer Land an dem Veranstaltungsformat.
Erfurt zeigt „Verborgene Schätze“
Am 16. Mai lädt Erfurt ein zur Museumsnacht unter dem Motto „Verborgene Schätze“. Wie die Kulturdirektion in Erfurt mitteilt, gewähren Museen Einblicke in sonst nicht öffentlich zugängliche Bereiche. So kann im Naturkundemuseum erstmals die Präparationswerkstatt besichtigt werden.
Thüringen zeigt verborgene Museumsschätze im Mai
Im Stadtmuseum „Haus zum Stockfisch“ erwartet die Gäste die Ausstellung „Nabel der Welt“, die sich mit Erfurts archäologischer Vergangenheit auseinandersetzt. Ein weiterer thematischer Schwerpunkt liegt auf dem Werk der Autorin Mirjam Pressler. Die Ausstellung „Schreiben ist Glück“ wird parallel in der Galerie Waidspeicher, der Alten Synagoge und der Kleinen Synagoge gezeigt.
Das Museum für Thüringer Volkskunde zeigt die textile Sonderausstellung „Spielräume – Spielträume“ mit Live-Musik im Innenhof. Eröffnet wird die Museumsnacht im Angermuseum durch eine Performance des „Play Bauhaus“-Teams und Musik der Bauhaus-Käfer-Kapelle. Ergänzt wird das Programm durch ein spezielles Kinderangebot: Bei der „Rallye für kleine Nachteulen“ können junge Gäste an kreativen Stationen wie dem Druckereimuseum oder dem Gartenbaumuseum mitmachen und Preise gewinnen.
Weimar feiert ein Doppeljubiläum
Einen Tag nach der Museumsnacht in Erfurt, am 17. Mai, begeht Weimar gleich zwei Jubiläen: 25 Jahre Lange Nacht der Museen und 250 Jahre seit Goethes Ankunft in der Stadt. Entsprechend umfangreich ist das Veranstaltungsangebot. Die Klassik Stiftung Weimar widmet sich Goethes Werk „Faust“ in mehreren Ausstellungen, experimentellen Formaten und Gesprächsrunden.
Sonderführungen zur Museumsnacht in Thüringen
Ein weiterer thematischer Fokus liegt auf dem Architekten Clemens Wenzeslaus Coudray, dessen 250. Geburtstag in diesem Jahr begangen wird. Coudray prägte im frühen 19. Jahrhundert das Stadtbild Weimars maßgeblich. Speziell für junge Besucherinnen und Besucher werden Angebote entwickelt, um den Stadtumbau durch Coudray interaktiv erfahrbar zu machen.
Neben den großen Institutionen beteiligen sich auch kleinere Archive, Kirchen und Galerien an der Museumsnacht. Besucher können sich individuelle Touren zusammenstellen und die abendliche Atmosphäre der Kulturstadt für Entdeckungen nutzen.
Jena schließt mit urbaner Schatzsuche
Zu guter Letzt beschließt Jena den Reigen. Unter dem erneut gewählten Motto „Verborgene Schätze“ schließt die Zeiss-Stadt am 23. Mai die Reihe der Thüringer Museumsnächte ab. Über 30 Institutionen beteiligen sich an dem Format, das insbesondere auf bislang unbekannte Objekte und Orte fokussiert.
Einzigartige Einblicke in Museen
Gezeigt werden unter anderem kunst- und naturhistorische Sammlungen, wissenschaftliche Experimente und architektonisch interessante Gebäude. Auch in Jena sind Teile des Programms interaktiv: Kreativangebote, Führungen und Konzerte sollen ein breites Publikum ansprechen. Zahlreiche Einrichtungen öffnen ihre Türen bis spät in den Abend und ermöglichen so neue Perspektiven auf das kulturelle Erbe und die Forschungstradition der Stadt.
Die Langen Nächte der Museen sind in Thüringen ein etabliertes Format zur Vermittlung kultureller Angebote. Sie bieten interessierten Besucherinnen und Besuchern niederschwellige Zugänge zu Museen und ermöglichen insbesondere durch Sonderführungen, Performances und Mitmachaktionen neue Annäherungen an historische, künstlerische und wissenschaftliche Themen. Wie die Sprecher:innen der Museumsnächte mitteilen, liegt der Fokus in diesem Jahr auf dem Sichtbarmachen bislang verborgener Aspekte – sei es in den Sammlungen selbst oder in den beteiligten Institutionen.
Hard Facts:
- 16. Mai: Erfurt
- 17. Mai: Weimar
- 23. Mai: Jena
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