Text: Roya Hedayati
Das COMMA in Gera hat sich längst als lebendige Kultur- und Veranstaltungsstätte etabliert – und das mit einem Erfolgsrezept, das ebenso bodenständig wie sympathisch ist. Im Gespräch mit der Redaktion gibt der Leiter Marcel Kempe Einblicke hinter die Kulissen eines Hauses, das weit mehr ist als nur eine Bühne für Konzerte und Shows.
Nähe zum Publikum im Mittelpunkt
Im Mittelpunkt steht dabei vor allem eines: Nähe zum Publikum. Ob am Einlass, an der Garderobe oder mitten im Geschehen – das Team ist präsent, ansprechbar und packt auch dort mit an, wo es gerade nötig ist. „Sympathie und Freundlichkeit sind uns sehr wichtig“, so Kempe. Denn eines sei klar: Wer sich wohlfühlt, kommt wieder. Und genau das spürt man im COMMA – nicht nur durch das abwechslungsreiche Programm, sondern auch durch die Atmosphäre, die fast schon familiär wirkt.
Bauchgefühl und Planung ist das Erfolgsrezept
Diese Mischung aus Professionalität und persönlichem Einsatz scheint zu funktionieren. Das Publikum ist bunt gemischt, die Veranstaltungen sind gut besucht, viele sogar ausverkauft. Der Moment, in dem Kempe bewusst wurde, dass das COMMA den Nerv trifft, kam direkt mit seiner ersten eigenen Veranstaltung: Comedy, volle Reihen, ein lachender Saal – und ein Gefühl, das sich schnell bestätigte.

Außenansicht des COMMA in Gera, das heute ein fester Bestandteil der Kulturszene in Thüringen ist. Foto: Stadtverwaltung Gera Kulturamt
Auch die Programmgestaltung folgt keiner starren Formel. Vielmehr ist es ein kreativer Mix aus Planung, Bauchgefühl, Künstleranfragen und Publikumswünschen. Das Ergebnis: ein vielseitiges Angebot von Comedy über Lesungen bis hin zu besonderen Formaten wie Poetry Slams oder Tauschbörsen. Das COMMA versteht sich dabei bewusst als Ort, der verschiedene Kulturen und Generationen zusammenbringt – fernab des Mainstreams, aber mitten im Leben.
Ein Haus, viele Möglichkeiten
Ein besonderes Plus ist das Raumkonzept: Vom großen Saal über den Club bis hin zum Biergarten und der Brunch- und Weinbar im Erdgeschoss entsteht ein flexibles Kulturareal, das sich je nach Veranstaltung verwandeln kann. Im Sommer wird daraus schon mal ein kleiner Open-Air-Treffpunkt, der nahtlos in die Abendveranstaltung übergeht.
Aufmerksamkeit weit über Thüringen hinaus
Dass das COMMA längst auch überregional wahrgenommen wird, liegt nicht zuletzt an seiner guten Anbindung und seinem Ruf als verlässlicher Gastgeber. Besucher aus Jena, Chemnitz oder Zwickau verbinden den Besuch oft gleich mit einem Stadtbummel in Gera.

Das COMMA in Gera bietet ein vielseitiges Konzert- und Kulturprogramm für ein breites Publikum. Foto: Stadtverwaltung Gera Kulturamt
Besonders stolz ist das Team auf prominente Gäste wie Flake von Rammstein, der im Januar 2026 für eine Lesung im Haus war – ein Moment, der fast schon als kleiner Ritterschlag empfunden wurde. „Wenn jemand kommt, der überall spielen könnte, und sich dann für uns entscheidet, ist das schon etwas Besonderes“, so Kempe.
Menschen verbinden statt perfekt sein
Hinter all dem steht ein kleines, eingespieltes Team, das sich seit Schulzeiten kennt und genau weiß, wie der andere tickt. Unterstützt wird es vom Kulturamt und den Technikteams vor Ort. Diese Mischung aus Freundschaft, Erfahrung und Leidenschaft bildet das Fundament des Erfolgs.
COMMA Gera ist ein festen Bestandteil der Kulturszene
Natürlich läuft nicht immer alles glatt – doch gerade darin sieht das Team seinen Antrieb. Jede Veranstaltung sei auch eine Lektion. Oder, wie Kempe es zusammenfasst: Ein glücklicher Künstler führt zu einem glücklichen Publikum.“ Am Ende bleibt ein Ort, der sich selbst nicht zu ernst nimmt, aber seine Aufgabe sehr wohl: Menschen zusammenzubringen. Oder in einem Satz gesagt – das COMMA ist eine Bühne für echte Erlebnisse, auf der Kultur, Humor und Begegnung ganz selbstverständlich zusammenspielen.
Hard Facts:
- COMMA Gera | Heinrichstraße 47, Gera
- Mehr zum COMMA findet ihr unter www.gera.de!
