„Ich nehme Sie mit auf eine Reise der Perspektiven.“ Mit diesen Worten eröffnet Dorothea Storch, Thüringens Beauftragte für Integration, Migration und Flüchtlinge (BIMF), ihren eindrucksvollen Vortrag. Sie blickt zurück auf 1989, als die Menschen in der DDR ihre Freiheit suchten – bereit, alles hinter sich zu lassen, um einem repressiven Regime zu entkommen und die Welt zu entdecken. Diese Entscheidungen wurden damals nicht leichtfertig getroffen. Freiheit hatte ihren Preis.
Ein Zeichen für eine offene Gesellschaft
Ähnlich sieht es heute weltweit aus: Menschen fliehen vor Hunger, Verfolgung und Repression – oft bleibt nur der Mut, das eigene Leben zu retten. Sie verlassen ihre Heimat, Familie und Freunde. Wer in Deutschland ankommt, muss gewaltige Hürden überwinden, um hier Fuß zu fassen. Laut Storch leben heute 140 Nationen in Thüringen. Ihre Geschichten weisen oft Parallelen zu den Erfahrungen der DDR-Flüchtlinge auf. Ein Grund mehr, sie willkommen zu heißen und die Vielfalt im Freistaat zu schätzen.
Wie Vergangenheit und Gegenwart Vielfalt prägen
Das Thema Vielfalt ist nicht nur ein gesellschaftliches Anliegen, sondern auch journalistisches Handwerkszeug. Michael Tallai, Geschäftsführer von Funke Thüringen, betont: „Als Journalisten müssen wir Realitäten abbilden. Deshalb setzen wir ein Zeichen für eine offene Gesellschaft.“ Ein solches Zeichen setzte Funke Thüringen mit der ersten Diversity Party im Kalif Storch in Erfurt.
Der Abend war geprägt von Begegnung und Inspiration – organisiert für all jene, die eine inklusive Gesellschaft möglich machen. Beteiligt waren unter anderem der Verband für Inklusion & Teilhabe Thüringen, MigraNetz Thüringen, das Antidiskriminierungsnetzwerk „Thadine“, der CSD Erfurt und viele weitere Akteur:innen. Gemeinsam unterstrichen sie, dass Vielfalt von aktiven Gestalter:innen lebt, die den Dialog vorantreiben.
Ein Abend mit bewegenden Geschichten und Entertainment
Höhepunkte des Events waren Dorothea Storchs Impulsvortrag sowie die mitreißenden Performances der Thüringer Drag-Queens Heidi Witzka und Nastja Areshky. Mit Musical, Stand-up und verblüffender Lip-Sync-Akrobatik fegten sie das Publikum regelrecht von den High-Heels. Die DJs Selavie und Courtney Lost alias Teenage Dream rundeten den Abend ab und verwandelten ihn in ein farbenfrohes Fest der Vielfalt.
Wie Vergangenheit und Gegenwart Vielfalt prägen
Funke hat sich an allen Standorten dem Ziel verpflichtet, die Dimensionen der Vielfalt zu fördern – intern wie extern. „Vielfalt statt Einfalt! Nur so können wir die gesellschaftliche Realität abbilden“, betont die Geschäftsführung. Die erste Diversity Party in Thüringen war ein Dankeschön an all jene, die sich für eine solidarische Welt einsetzen, und zugleich ein Schritt hin zu mehr Dialog. Vielfalt lebt durch Austausch, und genau dieser Prozess ist der Schlüssel zu kontinuierlicher Entwicklung.
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Dieses Event hat gezeigt, wie wichtig es ist, Menschen aktiv zusammenzubringen, um Vielfalt zu feiern und gegenseitige Offenheit zu stärken – in Thüringen und darüber hinaus.




























