Für viele in Erfurt gehört das DJ-Kollektiv inzwischen fest zum Erfurter Sommer dazu – irgendwo zwischen Open Air, Clubnacht und nostalgischer Zeitreise startet Charlie Moskau am Wochenende in die lang erwartete Saison. Und Kenner:innen wissen, das ist mehr als ein einfacher Rave oder eine Party. Wenn auf dem Petersberg langsam die Sonne hinter dem Dom verschwindet und die ersten Bässe über die Dächer der Stadt ziehen, dann ist klar: Sven UK und Mirko Sauer sind zurück.
Charlie Moskau sind zurück in Erfurt
Am 30. Mai startet die neue Saison in der Glashütte auf dem Petersberg. Vier Termine sind geplant, verteilt über den Sommer bis ins Finale Anfang September. Die beiden Erfurter DJs stehen hinter dem Projekt Charlie Moskau. Beide prägen die elektronische Musikszene der Stadt seit Jahrzehnten. „Charlie Moskau ist kein Solo-Act und auch kein klassisches Eventkonzept – Charlie Moskau ist ein DJ-Kollektiv“, sagt Sven UK im Interview.
Sven UK und Mirko Sauer spielen auf dem Petersberg
Was die Abende ausmacht, ist weniger ein streng kuratiertes Booking als vielmehr das Zusammenspiel zweier DJs, die sich seit den 90ern kennen und musikalisch nahezu blind verstehen. Oft stehen sie fünf oder sechs Stunden gemeinsam hinter den Decks. „Ganz pur, ganz ohne Schnickschnack“, beschreibt Sven UK das Konzept. Statt vorgefertigter Playlists geht es um spontane Übergänge, lange musikalische Bögen und das richtige Gefühl für den Moment. Vinyl spielt dabei weiterhin eine wichtige Rolle – „nicht aus Nostalgie, sondern wegen des Feelings und des Sounds“.
Musikalisch bewegt sich Charlie Moskau irgendwo zwischen House, Techno, 80er- und 90er-Classics, New Wave und Rave-Hymnen. Alte Clubtracks treffen auf melodische House-Produktionen, Groove auf Erinnerungen an frühere Nächte. Wer kommt, bekommt keine klassische Clubnacht serviert, sondern eher eine Reise durch verschiedene Kapitel elektronischer Musikgeschichte.
Wo Vinyl, House und Nostalgie aufeinandertreffen
Die Verbindung zur Stadt zieht sich dabei durch das gesamte Projekt. Schon der Name ist eine Hommage an Erfurt: „Zu DDR-Zeiten gab es in Erfurt ein Kongresszentrum, das ,Stadt Moskau‘ hieß. Dort haben Mirko und ich zum ersten Mal getanzt und aufgelegt“, erzählt Sven UK. Charlie wiederum war ein Freund aus gemeinsamen Partytagen der 90er.
Charlie Moskau bringt Erfurt zum Tanzen
Dass das Konzept funktioniert, zeigte sich bereits in den vergangenen Jahren. Aus einem ersten Open Air mit rund 200 Gästen entwickelte sich schnell ein deutlich größeres Sommerformat auf dem Petersberg. Inzwischen zieht Charlie Moskau ein generationenübergreifendes Publikum an – von Mittzwanzigern bis weit über 50. „Tanzfreudige Menschen, die Musik wirklich erleben wollen“, beschreibt Sven UK die Gäste.
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Zum Auftakt am 30. Mai kommt noch ein besonderer Moment hinzu: Eine Woche vor Veröffentlichung präsentieren Sven UK und Mirko Sauer erstmals ihre neuen Tracks live an der Glashütte. „Am 5. Juni erscheint unser erster Release als Charlie Moskau“, verspricht Sven UK. Los geht es ab 17 Uhr, der Eintritt bleibt wie in den Vorjahren frei. Die weiteren Termine der Sommerreihe: 27. Juni, 1. August und 5. September.









