Highfield gibt Festival-Ende bekannt: Vom Thüringer Stausee bis zum „One Last Dance“
Fast 30 Jahre, unzählige Konzerte, Schlamm an den Schuhen und Sonnenbrand im Gesicht – jetzt endet ein Festival, das für viele längst mehr war als nur ein Termin im Kalender. Was 1998 in Thüringen begann, verabschiedet sich 2026 mit einem letzten Tanz.
Highfield gibt Festival-Ende bekannt
Es ist das Ende einer Festivalgeschichte, die am Stausee Hohenfelden in Thüringen ihren Anfang nahm und später am Störmthaler See bei Leipzig ihre zweite Heimat fand. Wie das Highfield-Team mitteilt, wird das Highfield Festival nach fast drei Jahrzehnten in diesem Jahr zum letzten Mal stattfinden. Die Nachricht kommt emotional daher – und mit einer gehörigen Portion Wehmut.
Highfield Festival in diesem Jahr zum letzten Mal
„Nach fast 30 unvergesslichen Jahren wird das Highfield Festival in diesem Jahr zum letzten Mal stattfinden“, schreibt das Team. Es sei eine Entscheidung gewesen, „die uns eine lange Zeit beschäftigt hat und die wir uns alles andere als leicht gemacht haben“.

1998 startete das Festival am namensgebenden Stausee Hohenfelden in Thüringen. Elf Ausgaben lang blieb das Highfield dort, ehe es 2010 an den Störmthaler See bei Leipzig umzog. Der Name blieb – auch wenn das „High Field“ längst nicht mehr in Thüringen lag. Jetzt schließt sich der Kreis: Was einst im Freistaat begann, findet in Sachsen sein vorläufiges Finale.
Veränderten Bedingungen für Festivals
Warum Schluss ist? Das Highfield-Team verweist auf die veränderten Bedingungen für Festivals. „Um ein Festival in der Qualität und Größe zu veranstalten, die ihr verdient habt, braucht es mehr als Leidenschaft allein“, heißt es in dem Statement. Deshalb werde 2027 eine „kreative Pause“ eingelegt. In dieser Zeit wolle man „innehalten, neu denken“ und an einer Konzeption arbeiten, die den heutigen Anforderungen gerecht werde. Was danach kommt? Offen. „Gute Ideen brauchen manchmal Zeit.“
„Ein Stück Sommer, auf das man sich verlassen konnte.“
Vor allem aber blickt das Team zurück. Nicht auf Line-ups oder Besucherzahlen, sondern auf das, was zwischen den Bühnen passiert ist. „Über all die Jahre ist hier etwas entstanden, das größer war als jede einzelne Bühne und jedes einzelne Line-up. Es ist ein Gefühl geworden. Ein Ritual. Ein Stück Sommer, auf das man sich verlassen konnte.“
Es sind genau diese Erinnerungen, die das Highfield ausmachen: „Wir haben zusammen gelacht, getanzt, gefeiert, gefroren, geschwitzt, im Regen ausgeharrt und in der Sonne gebadet.“ Aus Festivalbekanntschaften seien „Freundschaften fürs Leben“ geworden, aus Freundeskreisen Traditionen.
„Noch einmal im See baden“
Im August heißt es deshalb ein letztes Mal: Zelt aufbauen, im See abkühlen, vor der Bühne stehen und den Alltag für ein Wochenende vergessen. Oder, wie es das Highfield-Team formuliert: „Noch einmal im See baden. Noch einmal mit den besten Freund*innen vor der Bühne stehen. Noch einmal alles vergessen, außer den Moment.“
„Highfield. One Last Dance.“
Der Abschied trägt den passenden Titel: „Highfield. One Last Dance.“ Ein bisschen pathetisch? Vielleicht. Aber nach fast 30 Jahren darf selbst ein Festival zum Finale noch einmal ganz groß auf die Tränendrüse drücken. Und irgendwie gehört das zum letzten Tanz auch dazu.
Hard Facts:
- 13. bis 16. August 2026
- Störmthaler See Grosspösna
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