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Von Steinen und Birken – Drei interessante Grünanlagen, die ihr zur BUGA sehen müsst

21. April 2021 • Geschrieben von Stefanie Mueller-Durand
In Erfurt entsteht aktuell ein Abbild des in Südkorea bereits umgesetzten Entwurfs von Joo-eun Lee. Foto: Yu Cheong O
Die BUGA öffnet am Freitag ihre Tore, zig Tausende werden sich an den farbenfrohen Wiesen und bunten Blumenmeeren nicht satt sehen können. Seit über einem Jahr wird gebaut und jetzt ist alles in den letzten Zügen. Unter anderem erwartet die Besucher ein neuer Koreanischer Garten, ein Schottergarten und ein Birkenhain. Wir stellen euch drei Grünanlagen vor.

BUGA in Erfurt trifft südostasiatische Gartenkunst

Am Petersberg, unterhalb der Bastion Kilian, entsteht ein Koreanischer Garten. In dem 150 Quadratmeter großen grünen Ruheraum präsentiert sich mit Beginn der Bundesgartenschau südostasiatische Gartenkunst im Kleinformat. Der Garten ist das Ergebnis eines Wettbewerbs eines südkoreanischen Unternehmens. Mit dem ersten Preis war im letzten Jahr auch die Gestaltung des Erfurter Gartens verbunden. Die Vorgabe an alle Teilnehmenden lautete, einen Garten zu entwerfen, der Grenzen aufhebt. Gewinnerin Joo-eun Lee hat ihrem Entwurf den Titel „A garden to be seen in detail“ gegeben – ein Garten, der im Detail betrachtet werden muss.

Traditionell koreanisch

Der Garten selbst zeichnet die Raumstruktur eines traditionellen koreanischen Wohnhofs nach. Die rechteckige, bepflanzte Freifläche wird an zwei Seiten von einer überdachten Sitzkonstruktion umschlossen – ein Maru im Kleinformat. Marus sind im koreanischen Haus der Übergang zwischen Gebäude und Garten. Hier wird gearbeitet, gelesen, gegessen und geredet – und die umliegende Landschaft betrachtet. Diese Atmosphäre soll nun nach Erfurt transportiert werden. Neben dem Koreanischen Garten, hat es auch ein weiteres Projekt zur BUGA geschafft. Ein Konzept von Studierenden: der blühende Schottergarten. Studierende der Hochschule Osnabrück zeigen am Fuße des Petersbergs, wie Steine und Blumen zusammenpassen können. Ihr Entwurf wird aktuell von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Garten- und Friedhofsamtes zwischen den Mauern der Bastion Kilian und des Ravelins Peter umgesetzt. Im Rahmen eines Projektes im 5. Bachelor-Semester des Studiengangs Landschaftsbau ging es darum, den monotonen „Schotterwüsten“ in deutschen Vorgärten ein Positivbeispiel entgegenzusetzen. Aus zwölf Konzepten wurde das zum Schottergarten zur Realisierung ausgewählt.

Herz von Erfurt schlägt für Pflanzen

Der Entwurf mit dem Titel „Das Blaue Band!“ ist vom historischen Anbau der Waidpflanze in Erfurt inspiriert und bildet eine blau blühende „Pulslinie“ ab, die eine strukturreiche Begleitpflanzung in Gelb und Weiß durchläuft. Der dargestellte Sinusrhythmus eines Herzschlages soll auf den geschichtlichen Hintergrund des Gartenbaus und der Gartenschauen in Erfurt hindeuten – und Sinnbild dafür sein, dass das Herz von Erfurt für Pflanzen schlägt. Ein schmaler Weg lädt ein, die Fläche zu durchqueren und zu entdecken. Der Schottergarten soll nicht nur schön aussehen, sondern mit seinen verschiedenen Pflanzenarten auch einen Nahrungs- und Lebensraum für Tiere bieten. Außerdem leistet er einen wichtigen Beitrag zur Biodiversität der Stadt und wirkt sich durch seine vielfältigen Strukturen positiv auf das Mikroklima aus. https://www.facebook.com/BUGA2021/posts/4130687673642151?__cft__[0]=AZWVu0lxc9HSwpo2gd-sdKx9_2ym8ayuqfMoBuRxD4U2i-q3FCGs8Epip1SkYwcR-_iaPR98a7_3Yz7gpDjiupvknOFLh53uAC_fepIN-HkyLJNrhipaAJgnMslZwVKcmkSx9cRqnLyqGVjnMEwlbELr&__tn__=%2CO%2CP-R Auch am Tor zur BUGA, dem Gothaer Platz, wird fleißig gepflanzt. An der Stadtbahnhaltestelle entsteht ein Baumhain mit rund 100 Birken in acht verschiedenen Arten und Sorten. Neben der einheimischen Hänge- oder Weiß-Birke kommen auch Gold-Birke, Kamtschatka-Birke und Himalaya Birke zum Einsatz. Gepflanzt werden die verschiedenen Birkenarten in einem strengen Raster. Langfristig soll ein dichter und doch transparenter Birkenhain entstehen. Die verschiedenen Borken-Strukturen sowie helle Blüten und Grüntöne von Stauden und Gräsern sollen den Bereich optisch aufwerten.

Neun Traubenkirschen bleiben erhalten

Mit der Umgestaltung des Gothaer Platzes im Jahr 2008 waren rund 40 Traubenkirschen gepflanzt worden. Pilzerkrankungen hatten den Baumbestand geschädigt, sodass er zum Großteil gefällt werden musste. Die neun verbliebenen Traubenkirschen im südlichen Bereich des Platzes bleiben erhalten.

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