Zum Jahresbeginn liegt der Blick in Thüringens Städten bereits fest auf dem, was kommt. Kommunen, Kulturakteure und Vereine planen schon längst die Höhepunkte diese Veranstaltungsjahres. Welche Veranstaltungen, Orte und Jubiläen man sich für 2026 vormerken sollte, hat der Verein Städtetourismus in Thüringen e. V. zusammengetragen. Wie Friederike Heller vom Verein mitteilt, stammen alle Hinweise direkt aus den Städten – als bewusster Vorausblick auf das, was sie ihren Gästen im nächsten Jahr besonders ans Herz legen möchten.
Thüringer Städte geben Insidertipps
Natur, Geschichte und Stadtleben greifen dabei vielerorts ineinander. In Arnstadt etwa rückt 2026 die Alteburg erneut in den Fokus. Neben den bekannten Aussichtspunkten Schneckchen und Kreuzchen sind in den vergangenen Jahren ein Trimm-Dich-Pfad und ein großer Spielplatz entstanden. Ab dem Frühjahr soll zudem wieder ein Pächter das Ausflugslokal übernehmen – inklusive Öffnung des Aussichtsturms.
Zeitreise in die Stadtgeschichte
Saalfeld setzt auf seine historische Substanz: Vier Stadttore beherbergen Ausstellungen mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten, von Heilkunst über Gerichtsbarkeit bis zu Handwerk und Handel. Die Tore sind täglich geöffnet und lassen sich mit einem Kombi-Ticket innerhalb von 90 Tagen erkunden – eine kleinteilige Zeitreise in die Stadtgeschichte.
Im Januar wird Erfurt zum Hotspot Fans von Motoren-Sound und Tuning-Trends
Premieren und Weiterentwicklungen prägen Bad Langensalza. Am 14. Februar 2026 lädt ein neu gegründeter Faschingsverein erstmals zu einem großen Umzug. Daneben bleiben die Stadtfeste feste Größen im Kalender: Das Grüne Innenstadtfest im Mai, das neu konzipierte Heimat- und Brunnenfest im Juni sowie das Mittelalterstadtfest Ende August. Auch die städtischen Gärten und der Baumkronenpfad werden wieder zur Bühne für Kultur – mit Konzerten, Orchesterauftritten und einer Open-Air-Inszenierung von „Das Dschungelbuch“.
Töpfermarkt und Altstadtfest in Ilmenau
In Ilmenau verbinden sich Handwerk, Stadtfestkultur und Literaturgeschichte. Töpfermarkt und Altstadtfest markieren den Sommerbeginn, während das Jahr zugleich im Zeichen Goethes steht: Der 250. Jahrestag seines ersten Besuchs wird mit einer Goethefestwoche Ende August und Anfang September gewürdigt.
100-jähriges Bestehen des Thüringer Staatsballett
Gera kündigt 2026 ein besonders dichtes Programm an. Das Internationale BallettFestival feiert das 100-jährige Bestehen des Thüringer Staatsballetts. Hinzu kommen das Kinder- und Jugendtheaterfestival „Wildwechsel“ im Mai sowie das Höhlerfest Anfang Oktober, das mit einem großen Festumzug zugleich an 789 Jahre Stadtgeschichte erinnert.
Weimar empfiehlt den Blick abseits der Klassiker: Über 40 Manufakturen und inhabergeführte Geschäfte prägen das Bild der „Lieblingsläden“, in denen Handwerk oft direkt vor Ort erlebbar ist. Mühlhausen setzt auf Geschichte und Gartenkunst – von der begehbaren Stadtmauer über das Historische Rathaus bis zum expressionistisch geprägten Neuen Friedhof.
Das Zeiss-Planetarium feiert 2026
Jena wiederum verbindet Wissenschaft, Sport und Jubiläen. Das Zeiss-Planetarium feiert 2026 sein 100-jähriges Bestehen, begleitet von Modernisierung und begleitenden Formaten. Die Langstreckenwanderung „Horizontale“ fordert im Mai Ausdauer, im November lädt die Lange Nacht der Wissenschaften zum Blick hinter Forschungstüren ein.
Blumenschauen und Museumsprojekte in Erfurt
In Erfurt schließlich steht der egapark im Zeichen der Erinnerung: 65 Jahre nach der iga von 1961 greifen Ausstellungen, Blumenschauen und Museumsprojekte die Garten- und Kulturgeschichte des Ortes neu auf. Es ist ein bewusst subjektiver Ausblick, den Thüringens Städte zum Jahresstart geben. Oder, wie Friederike Heller es zusammenfasst: Empfehlungen aus erster Hand – mit dem Versprechen, dass 2026 noch einige weitere dazukommen werden.
