Die Domstufen-Festspiele in Erfurt beginnen
10. August 2017 • Geschrieben von
Ronja Heß
Deichkind kommt am 13. Februar nach Erfurt. Foto: Auge Altona
Heute Abend feiert das diesjährige Stück „Der Troubadour“ auf den Domstufen Premiere.
25 Proben liegen als Statist für die Domstufen-Festspiele hinter mir – weit weniger als Solisten und Chor und dennoch ausreichend um einigermaßen abgekämpft zu sein, zumal diese zusätzlich zu meiner täglichen Arbeit stattfinden – wie bei allen anderen Statisten auch. Abgekämpft ist aber dennoch ein gutes Stichwort, schließlich bin ich einer von zwei Ninjas, die sich um den Schutz des Lebens von Leonora und ihrer Freundin Ines kümmern – bis in den Tod. Es ist unglaublich spannend, hinter den Kulissen zu sein und mitzubekommen, wie sich das Stück im Laufe der Zeit entwickelt, wie sich kleinste Handlungsstränge noch bis zur letzten Probe verändern. Beeindruckend zeigt sich, wie wichtig es ist, dass alle Zahnräder ineinander greifen:- Wer wann in die Maske geht (ich bin bei Vera, die ich schon bei der Perückenprobe kennenlernen durfte und Protagonistin des letzten Textes was. Es heißt übrigens schneckeln und nicht schnecken. Ich habe bei den Profis mit diesem Hörfehler für einige Erheiterung gesorgt)
- Wie die Kostüme angelegt werden (uns hilft die bezaubernde Nadja beim Ankleiden)
- Wo welche Requisiten zu finden sind (Jan, unser Fackelmeister, passt immer gut auf uns auf)
- Wie die Regen- und die Kurzvariante des Stücks aussieht
- Dass selbst der Applaus geübt wird mit einer Applausordnung (wer steht wo, wann wird sich verbeugt etc.)
- Wie wird was wann ausgeleuchtet (Beleuchtungsproben dauern mitunter bis 3 Uhr morgens).