Coca-Cola-Weihnachtstruck nach Thüringen holen? Städte können sich jetzt bewerben
Erfurt, Gera, Nordhausen – oder doch das 4000-Seelen-Städtchen mit dem besonders hübschen Marktplatz? Wer den beleuchteten Coca-Cola-Weihnachtstruck in diesem Jahr in die eigene Kommune holen will, hat ab sofort die Chance dazu. Wie Sarah von Reitzenstein, Sprecherin von Coca-Cola, mitteilt, können sich Städte und Gemeinden vom 11. September bis zum 4. Oktober 2026 um einen Tourstopp bewerben.
Thüringen bewirbt sich für Coca-Cola-Weihnachtstruck
Das Verfahren ist zweistufig: Aus allen Bewerbungen wählt das Unternehmen laut der Mitteilung 30 Städte für eine öffentliche Abstimmung aus – dreimal so viele wie 2025. Fünf davon schaffen es am Ende in den Tourplan. Insgesamt hält der Truck in 25 Städten, 20 Stopps legt Coca-Cola selbst fest. Abgestimmt wird online auf der Unternehmensseite, die vollständige Route soll nach Ende des Votings feststehen.
Was eine Kommune mitbringen muss
Viel ist es nicht: eine geeignete Veranstaltungsfläche, idealerweise in der Nähe eines Weihnachtsmarktes. Die Bewerbung läuft per E-Mail, die Anforderungen im Detail stehen auf der Coca-Cola-Website. Vor Ort beteiligen sich nach Angaben des Unternehmens lokale Partner, Vereine und Initiativen an der Ausgestaltung der Termine – wie groß deren Spielraum ist, teilt Coca-Cola nicht mit.
Der Aufwand dürfte sich für Städte rechnen, die Publikum suchen: 2025 kamen an 15 Stopps in Deutschland rund 150.000 Menschen zusammen. Umgerechnet sind das im Schnitt einige Tausend Besucher pro Termin – Menschen, die anschließend nicht selten noch über den Weihnachtsmarkt schlendern.
Erst Werbespot, dann Straßenphänomen
Der Truck ist eine Erfindung des Fernsehens. 1995 lief erstmals der Spot „Christmas Caravans“, entwickelt von der US-Agentur W.B. Doner: eine Karawane leuchtender amerikanischer Lkw, die durch verschneite Dörfer rollt. Für die Effekte holte Coca-Cola die von George Lucas gegründete Firma Industrial Light & Magic dazu. Drei Trucks, jeweils rund 30.000 Lichtpunkte. Der Weihnachtsmann auf den Aufliegern geht auf Illustrationen von Haddon Sundblom aus den 1930er-Jahren zurück.
Warum das funktioniert
Weil Zuschauer wissen wollten, wann die Fahrzeuge in ihre Stadt kämen, baute der Konzern echte US-Zugmaschinen zu fahrenden Bühnen um. Seit 1997 rollen sie über reale Straßen, in Deutschland ebenfalls seit 1997. Damit gibt es die Tour hierzulande seit über 25 Jahren.
Nüchtern betrachtet: ein Sattelschlepper mit hunderten Metern Lichterkette, meist ein Freightliner oder Peterbilt. Emotional betrachtet: für viele der Startschuss der Weihnachtszeit. Der Jingle „Holidays Are Coming“ begleitete den ersten Spot, Melanie Thorntons „Wonderful Dream“ kam ab 2001 dazu – zwei Ohrwürmer, die eine ganze Generation konditioniert haben. Wer den Spot als Kind der 90er sah, steht heute mit den eigenen Kindern am Absperrgitter.
Ein Santa Claus zum Händeschütteln
Dazu kommt das Drumherum: Fotopunkte, Musikbühne, ein Santa Claus zum Händeschütteln, personalisierte Dosen und Flaschen. Ein Pop-up-Weihnachtsmarkt mit Markenlogo – und genau deshalb auch ein Werbetermin. Wer sich bewirbt, holt sich einen Publikumsmagneten in die Stadt und eine Werbefläche gleich mit.
Hard Facts:
- Bewerbung bis 4. Oktober
- Bewerbung an bewerbung.weihnachtstruck-tour@thewow.com
- Anforderungen im Detail
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