Auch im Jahr 2025 ist der Kampf für die Rechte und Sichtbarkeit queerer Menschen in Deutschland aktuell und notwendig – besonders in Thüringen, wo queeres Leben nach wie vor mit Vorurteilen und strukturellen Herausforderungen konfrontiert ist. Der Christopher Street Day (CSD) bleibt ein zentrales Mittel, um für Akzeptanz, Gleichstellung und gesellschaftliche Teilhabe einzutreten. Wie der Verein Queerweg mitteilt, finden in diesem Jahr in Thüringen so viele CSD-Veranstaltungen statt wie nie zuvor – ein starkes Zeichen für wachsende Sichtbarkeit und Engagement.
Queere Bewegung wächst: CSD 2025 in ganz Thüringen
Den Auftakt macht am 7. Juni der CSD in Pößneck. Nur eine Woche später, am 14. Juni, folgt in Weimar ein besonderes Ereignis: Erstmals findet dort ein Dyke March statt – eine Demonstration, die sich explizit an lesbische, bisexuelle, queere, nicht-binäre und trans Frauen richtet.
Dyke March in Weimar setzt Zeichen für queere Rechte
Dyke Marches haben ihren Ursprung in den USA und setzen bewusst ein Zeichen gegen die Unsichtbarkeit von FLINTA-Personen (Frauen, Lesben, inter*, nicht-binäre, trans* und agender Personen) innerhalb queerer Bewegungen. Der Marsch versteht sich sowohl als politischer Protest als auch ein solidarisches Gemeinschaftsereignis.
Am 21. Juni folgt der CSD in Jena, am 12. Juli in Nordhausen, am 26. Juli in Mühlhausen und am 6. September in Erfurt. Damit sind bereits sechs Termine fest terminiert und öffentlich kommuniziert. Darüber hinaus sind in zahlreichen weiteren Städten CSDs geplant, deren Termine bislang jedoch noch nicht veröffentlicht wurden. Dazu zählen Altenburg, Apolda, Eisenach, Gera, Gotha, Ilmenau, Sonneberg, Suhl und Weimar (neben dem Dyke March, auch ein klassischer CSD).
Mehr Städte, mehr Formate: CSD 2025 wächst in Thüringen
Insgesamt sind damit 14 Städte in Thüringen auf der CSD-Landkarte vertreten – so viele wie noch nie zuvor. Laut Queerweg zeigt dieses Engagement, wie sehr queeres Leben inzwischen in der Gesellschaft des Bundeslands verankert ist. Der Verein betont: „Das ist ein kraftvolles Zeichen: Queeres Leben ist ein fester, bunter Bestandteil auch in Thüringen.“
Thüringens CSD-Rekordjahr startet mit Appell zur Hilfe
Gleichzeitig ruft Queerweg Menschen in den jeweiligen Regionen dazu auf, sich aktiv in die Planung und Durchführung der Veranstaltungen einzubringen. Nur durch lokales Engagement könne langfristig sichergestellt werden, dass CSDs auch in kleineren Städten dauerhaft stattfinden können.
CSD als fester Bestandteil der Vielfalt
CSDs sind dabei nicht nur Demonstrationen, sondern auch Feste der Vielfalt, Räume der Begegnung und politische Statements. Sie machen queere Realitäten sichtbar, schaffen Öffentlichkeit für Forderungen nach Gleichberechtigung – und erinnern daran, dass Liebe und Vielfalt zählen.

