Wenn draußen grauer Himmel und klamme Kälte dominieren, reicht in Thüringen oft ein kurzer Spaziergang – und schon beginnt eine Reise durch Wüsten, Tropen und vergangene Erdzeitalter. Der Botanische Garten in Jena, mitten im Stadtzentrum gelegen, ist nicht nur grüne Lunge und touristischer Anziehungspunkt, sondern auch im Winter ein Ort überraschender Wärme und immer einen Ausflug wert. Zudem hat die Einrichtung der Friedrich-Schiller-Universität jetzt seinen Jahresveranstaltungsplan veröffentlicht.
Orchideen-Umtopfkurse, Pflanzenraritätenbörse, Konzerte und Co.
Neben viel Grün setzt der Garten in Jena auch auf ein dichtes Jahresprogramm, das jetzt veröffentlicht wurde. Führungen zu Themen wie „Besonderheiten im Kalthaus“, „Tiere im Botanischen Garten“ oder „Anpassungen an Extremstandorte“ verteilen sich über das Jahr. Hinzu kommen praktische Angebote wie ein Orchideen-Umtopfkurs, Veranstaltungen für Kinder, eine Pflanzenraritätenbörse, Konzerte und vieles mehr.
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Doch auch außerhalb des Jahresprogrammes ist der Botanische Garten in Jena einen Besuch wert. Kultiviert er doch auf 4,5 Hektar rund 10.000 Pflanzenarten aus allen Vegetationszonen der Erde, ein großer Teil davon geschützt unter Glas. Rund 1500 Quadratmeter Gewächshausfläche sind ganzjährig zugänglich. Auf fünf Häuser verteilt bietet der Garten Pflanzenvielfalt pur. Gleich in der Eingangshalle treffen Orchideen auf ein Terrarium mit südamerikanischen Baumsteigern und ein Paludarium, das eine südostasiatische Flusslandschaft nachzeichnet.
Von Südamerika nach Asien
Im Sukkulentenhaus stehen an Trockenheit angepasste Pflanzen im Fokus – vor allem Kakteen aus Nord- und Südamerika, ergänzt durch Arten aus Afrika, Australien und Madagaskar. Das Kalthaus zeigt mediterrane Vegetation aus Regionen wie dem Mittelmeerraum, Kalifornien oder Südafrika, frostfrei, aber bewusst kühl gehalten. Herzstück ist das hohe Tropenhaus mit Pflanzen aus Afrika, Asien sowie Mittel- und Südamerika, darunter bekannte und weniger bekannte Nutzpflanzen. Einen Kontrast dazu bildet das Evolutionshaus, das eine pflanzliche Welt vor über 100 Millionen Jahren nachzeichnet.

Diese und noch mehr wunderschöne Pflanzen warten auf euch im Botanischen Garten Jena. Foto: Louisa Reichstetter
Und wer nach dem Ausflug in den Botanischen Garten noch tiefer in extreme Klimazonen eintauchen will, findet mit Danakil im egapark Erfurt eine passende Ergänzung. Das weltweit erste kombinierte Wüsten- und Urwaldhaus ist ganzjährig geöffnet und vereint Pflanzen und Tiere aus ariden Landschaften und tropischem Regenwald unter einem Dach. Kakteen, Oasenpflanzen, Blattschneideameisen, Schmetterlinge und Fledermäuse machen hier sichtbar, wie Leben mit Wasserknappheit oder -überfluss funktioniert – und wie ein tropischer Zufluchtsort, im Thüringer Winter auch aussehen kann.
