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Neue Studie beweist: Wer an Asthma leidet, muss Saalfeld besuchen!

7. September 2026 • Geschrieben von Daniel Dreckmann
Diese Familie im Heilstollen der Saalfelder Feengrotten atmen die heilsame Luft, um die es beim Aktionstag am Sonntag, 13. September, beim Tag des offenen Heilstollens geht. Foto: Matthias Frank Schmidt

Acht bis zehn Grad, 98 Prozent Luftfeuchtigkeit, kaum Staub und Pollen: In diesem Klima sollen Menschen mit Asthma, COPD oder Long-COVID aufatmen. Am Sonntag, 13. September 2026, können Interessierte den Naturheilstollen der Saalfelder Feengrotten beim Tag des offenen Heilstollens kostenfrei kennenlernen. Wie die Saalfelder Feengrotten und Tourismus GmbH mitteilt, fällt der Termin in eine Zeit, in der die Therapieform erstmals in großem Stil wissenschaftlich untersucht wurde.

208 Patienten, neun Zentren, drei Länder

Laut Saalfelder Feengrotten und Tourismus GmbH erschien im Mai 2026 im Fachjournal „Scientific Reports“ die bislang größte randomisierte kontrollierte Studie zur Heilstollentherapie. Untersucht wurden 208 Patientinnen und Patienten mit Asthma, COPD und Long COVID in neun Therapiezentren in Deutschland, Österreich und Italien. Der Saalfelder Naturheilstollen war eines dieser neun Zentren.

Neue Studie offenbar Erstaunliches

Die Forschenden verglichen zwei Gruppen: Die eine fuhr drei Wochen lang sechsmal pro Woche für jeweils rund zwei Stunden unter Tage, die andere blieb oben. Beide Gruppen erhielten weiter ihre übliche medizinische Behandlung – die beobachteten Effekte kamen also obendrauf.

Ein Blick in das Emanatorium der Feengrotten: Eine neue Studie zeigt, dass die Heilstollentherapie tatsächlich bei einigen Krankheitsbildern erstaunliche Wirkung zeigt. Foto: Matthias Frank Schmidt

Am klarsten fielen die Ergebnisse bei Asthma aus. 107 der 208 Teilnehmenden waren betroffen. In der Therapiegruppe verbesserten sich Asthmakontrolle und krankheitsbezogene Lebensqualität signifikant und klinisch relevant. Auch die Lungenfunktion besserte sich signifikant, allerdings nur in begrenztem Umfang.

Heilstollentherapie zeigt deutliche Effekte

Bei COPD stellten die Forschenden keine bessere Lungenfunktion fest, wohl aber eine deutlich geringere Symptomlast. Bei Long COVID zeigten sich Verbesserungen unter anderem bei Atemnot, Belastbarkeit sowie Schlaf- und Angstsymptomen. Einzelne Effekte ließen sich noch drei Monate nach Therapieende nachweisen – vor allem bei Long COVID, teilweise bei Asthma.

Kühl, feucht, reizarm

Der Stollen selbst ist konstant acht bis zehn Grad kalt, die Luftfeuchtigkeit liegt bei rund 98 Prozent. Staub, Keime, Allergene und Pollen fehlen nahezu vollständig. Nach Angaben des Betreibers eignet sich ein Aufenthalt nicht nur bei chronischen Atemwegserkrankungen, sondern auch bei erhöhter Infektanfälligkeit; das reizarme Klima entlaste die Atemwege.

Die Geschichte des Ortes reicht weit zurück: Das Saalfelder „Emanatorium“ wurde 1937 eröffnet und gilt als erster Inhalations-Heilstollen Deutschlands. Nach Angaben von Thüringen-Tourismus ist Saalfeld der einzige staatlich anerkannte Ort mit Heilstollenkurbetrieb in Ostdeutschland. Ein weiteres Therapiezentrum in Thüringen führt der Deutsche Heilstollenverband in Schmiedefeld (Morassina).

Hard Facts:

  • Tag des offenen Heilstollens
  • Wann: am 13. September 2026
  • Wo: Saalfelder Feengrotten, Feengrottenweg 2, 07318 Saalfeld/Saale
  • Weitere Informationen gibt es hier.
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