Mit der Ausstellung „Mehr als die Summe der einzelnen Teile“ zeigt das Kunsthaus Erfurt vom 25. April bis zum 6. Juni 2025 eine raumgreifende Präsentation nicht-gegenständlicher Kunst. Wie das Kunsthaus mitteilt, vereint die Schau Arbeiten von Antje Blumenstein, Franziska Hüning und Nicola Staeglich, die sich in unterschiedlichen künstlerischen Verfahren mit der Ausweitung der Malerei in den Raum beschäftigen.
Malerei sprengt ihre Grenzen im Kunsthaus Erfurt
Die drei in Berlin lebenden Künstlerinnen überschreiten bewusst die Grenzen klassischer Bildformate. Statt auf Leinwand zu malen, nutzen sie industrielle Materialien wie Kunststoff, Acrylglas, transparente Folien oder recycelte Werbebanner. Auch Neonröhren und Alurundstäbe kommen zum Einsatz, nicht als bloßes Material, sondern als strukturelle Elemente, die den Raum gliedern und aktiv mitgestalten.
Experimentelle Auseinandersetzung mit Bildlichkeit
Ziel der Ausstellung sei es laut Kunsthaus, eine experimentelle Auseinandersetzung mit Bildlichkeit zu ermöglichen, die Malerei, Skulptur und Installation ineinander überführt. Dabei spielt das Zusammenspiel von Form, Fläche, Volumen und Raum eine zentrale Rolle – nicht als statisches Arrangement, sondern als dynamische, ortsspezifische Komposition.
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Antje Blumenstein entwickelt aus Linien und klar definierten Materialien skulpturale Gebilde, die über Licht und Schatten mit dem Raum kommunizieren. Franziska Hüning begreift den Ausstellungsraum selbst als malerische Fläche und reagiert mit ihren Interventionen direkt auf die Architektur des Kunsthauses. Ihre Arbeiten bleiben im Zustand ständiger Veränderung. Nicola Staeglich hingegen widmet sich dem Thema Farbe in einem Spannungsfeld zwischen Sichtbarkeit und Auflösung. Ihre durchscheinenden Bildkörper erzeugen visuelle Effekte, die sich mit der Bewegung der Betrachtenden verändern.
Drei Positionen treffen im Raum aufeinander
Die Ausstellung folgt dabei keinem erzählerischen Leitfaden, sondern versteht sich als visuelles Gespräch zwischen drei autonomen, aber interagierenden Positionen. Über vier architektonische Ebenen hinweg entstehen laut Kunsthaus Synergien, Spannungen und Überlagerungen, die erst im direkten Erleben vor Ort vollständig erfahrbar seien.
Erfurter Kunsthaus lädt zur visuellen Reflexion ein
Der Ausstellungstitel greift die antike Sentenz von Aristoteles auf und verweist auf die Idee, dass das Zusammenspiel verschiedener Elemente neue, komplexere Bedeutungen hervorbringen kann. In diesem Sinne regt die Ausstellung auch zur Reflexion über die Bedeutung physisch erfahrbarer Kunst in einer zunehmend digitalisierten Welt an.
Eröffnung am 25. April
Die Eröffnung findet am Freitag, dem 25. April 2025, um 20 Uhr statt. Zur Begrüßung spricht Monique Förster, künstlerische Leiterin des Kunsthauses, die Einführung übernimmt die Kunsthistorikerin Ulrike Pennewitz.
Hard Facts:
- Ausstellung: „Mehr als die Summe der einzelnen Teile“
- Ort: Kunsthaus Erfurt | Michaelisstraße 34
- 25. April bis 6. Juni
- Eröffnung am 25. April | 20 Uhr
