Datenschutzeinstellungen

Chris Norman erinnert sich an Konzerte in Thüringen nach dem Mauerfall

10. Juni 2026 • Geschrieben von Florian Dobenecker
Als Frontmann der Band Smokie wurde er weltberühmt und feierte mit Hits wie „Living Next Door To Alice“, „Lay Back In The Arms Of Someone“ oder auch „I‘ll Meet You At Midnight“ in den 70er-Jahren große Banderfolge. „Midnight Lady“ markierte seinen phänomenalen Durchbruch als Solokünstler.

Gera und Erfurt erleben Chris Norman live im Herbst 2026

Seitdem hat Chris Norman unzählige, bis heute unvergessene Hits geschrieben und begeistert nach wie vor zahlreiche sowohl alte als auch neue Fans. Im Oktober wird der Musiker gleich zwei Mal in Thüringen auftreten. Grund genug die Englisch-Kenntnisse auszupacken und Chris ein paar Fragen zu stellen. Im Oktober 2026 werden Sie in Gera und Erfurt auf der Bühne stehen. Wenn Sie an frühere Auftritte in Thüringen und Ostdeutschland zurückdenken – welche Erinnerungen kommen Ihnen da als Erstes in den Sinn? Ich erinnere mich noch gut an frühere Zeiten, als ich in Gera und Erfurt gespielt habe. Das muss Mitte der 90er gewesen sein. Es war eine besondere Erfahrung, dort aufzutreten, nachdem die Mauer gefallen war. Das Publikum war wirklich unglaublich herzlich. Ihre Musik verbindet inzwischen mehrere Generationen – von den ursprünglichen Smokie-Fans bis hin zu jungen Menschen, die Ihre Songs erst heute entdecken. Was wünschen Sie sich, dass die Menschen in Thüringen von einem Abend mit Ihnen mit nach Hause nehmen? Ich hoffe, dass die Leute mit einem warmen und glücklichen Gefühl nach Hause gehen und zufrieden sind mit den Songs, die ich ausgewählt habe – einer Mischung aus meinen früheren Hits und neueren Liedern. Sie selbst kommen aus England und treten seit Jahrzehnten auf der ganzen Welt auf. Wenn Sie die Menschen in Deutschland mit den Engländern vergleichen: Welche Unterschiede fallen Ihnen auf? Ich denke, das Publikum reagiert in den meisten Ländern sehr ähnlich, wenn ihm das Konzert gefällt. Deutsche Zuschauer klatschen wahrscheinlich etwas mehr, aber abgesehen davon sind die Reaktionen weltweit ziemlich ähnlich. Mit „Lifelines“ haben Sie dem aktuellen Album einen sehr persönlichen Titel gegeben. Was bedeutet dieses Wort für Sie – musikalisch, aber auch mit Blick auf mehr als fünf Jahrzehnte Ihrer Karriere? Das Album „Lifelines“ und seine Bedeutung beziehen sich auf die markanten Abschnitte meiner Lebensgeschichte. Es sind die musikalischen Einflüsse und Inspirationsquellen, die für mich während meiner Karriere besonders wertvoll waren. Ein Stück Ihrer musikalischen Geschichte hat vor Kurzem ein erstaunliches Comeback erlebt: Der Remix von „Stumblin’ In“ durch Cyril wurde vor allem bei einem sehr jungen Publikum ein großer Erfolg und war auch in Deutschland ein Hit. Wie fühlt es sich an, wenn Songs aus der Vergangenheit plötzlich wieder Teil der Gegenwart werden? Es ist immer ein großartiges Gefühl, wenn jemand einen Song aus deiner Vergangenheit aufnimmt. Deshalb hat es mich sehr gefreut, dass die Version von Cyril so erfolgreich war. Das ist auch sehr schmeichelhaft. Wenn Sie heute auf Ihren umfangreichen Songkatalog blicken: Gibt es einen Titel, den Sie heute anders schreiben würden als damals? Nein, ich denke nicht, dass man Songs anders schreiben kann. Sie werden so geschrieben, wie sie geschrieben sind, und das ist ihre Natur. Es gibt allerdings Songs, die ich definitiv anders aufnehmen würde – besonders einige aus der Mitte der 80er-Jahre. Zum Abschluss noch eine Frage, die sich viele Fans stellen: Sie stehen seit Jahrzehnten auf der Bühne. Gibt es kurz vor einem Konzert noch Momente der Nervosität – vielleicht auch vor den Auftritten in Gera und Erfurt? Oder überwiegt inzwischen einfach die Vorfreude? Ich bin vor einem Auftritt nicht mehr wirklich nervös. Aber es gibt immer eine gewisse Erwartungshaltung und die Frage, ob alles gut laufen wird – ob ich gut singe, gut spiele und mich gut fühle. Normalerweise klappt alles, und am Ende des Konzerts bin ich immer glücklich. Eine Spaßfrage zum Abschluss: Millionen Menschen haben „Midnight Lady“ gehört und sich gefragt, wer die Frau eigentlich ist. Und genauso viele würden vermutlich gern wissen, wie es Alice heute geht. Also: Wer ist die Midnight Lady – und was macht Alice inzwischen? Die „Midnight Lady“ ist jede Frau in deinem Leben, die gerade mitten in der Nacht in deiner Nähe ist. Von Alice habe ich schon sehr lange nichts mehr gehört. Ich denke und hoffe, dass es ihr gut geht – wer auch immer sie ist.

Hard Facts

  • 8. Oktober: Gera, Kultur- und Kongresszentrum
  • 15. Oktober: Erfurt, Messe Erfurt
  • Tickets findet ihr im Ticket Shop Thüringen
 

Mehr coole News für euch: