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Der längste durchgehende geöffnete Gärtnermarkt in Thüringen ist im Eichsfeld

17. August 2026 • Geschrieben von Jessica Greiner
Tommy Krausche verkauft passend zum heißen Wetter Strohhüte und andere Kopfbedeckungen auf dem Gärtnermarkt der Landesgartenschau Leinefelde-Worbis. Foto: Stadt Leinefelde-Worbis

Der Panamahut kommt nicht aus Panama. Er stammt aus Ecuador und wird aus den Fasern der Toquilla-Pflanze geflochten. Seinen Namen verdankt er dem Umweg: Über Panama verschifften Händler ihn in alle Welt. Berühmt machte ihn US-Präsident Theodore Roosevelt, der 1906 die Baustelle des Panamakanals besuchte – den hellen Strohhut auf dem Kopf. Seit 2012 zählt die ecuadorianische Flechtkunst zum immateriellen Kulturerbe der Unesco.

Gärtnermarkt in Leinefelde-Worbis

Erzählen kann diese Geschichte Tommy Krausche. Wie die Stadt Leinefelde-Worbis mitteilt, steht der Händler aus Kodersdorf bei Görlitz noch bis zum Ende der Landesgartenschau am 11. Oktober auf dem Gärtnermarkt, direkt neben dem Keramikstand von Reglindis Schütze.

Vom Strohhut bis zur Fellmütze

Im Pavillon hängen Stoff- und Schiebermützen, Caps, Woll-, Leder- und Strohhüte, dazu Fellmodelle für den Winter. Für Reisende gibt es knautschbare Hüte für den Koffer, für Radfahrer und Wanderer leichte Caps mit UV-Schutz. Zum Betrieb gehört außerdem eine Kürschnerei, die Kundenwünsche anfertigt und anpasst.

Kopfbedeckungen aus den unterschiedlichsten Materialien und Formen gibt es am Stand von Tommy Krausche auf dem Gärtnermarkt bei der Landesgartenschau in Leinefelde-Worbis. Foto: Stadt Leinefelde-Worbis

Hüte werden nach Krausches Beobachtung beliebter. Neben der Mode nennt er vor allem einen Grund: Sonne und Hitze. Welches Modell passt, entscheiden Kopfform, Geschmack – und das Material. Zur Wahl stehen Stroh, Baumwolle, Leder, sogar Papier. Kopfbedeckungen sind nicht alles. Auf den Tischen liegen Schaffelle, ein großes Rindsfell dient als Blickfang. Dazu kommen Windspiele, Blechfische mit Fach für Teelichte, Käfer, Raupen, Vögel und Eulen für Garten, Terrasse und Balkon. Dazwischen stehen Schilder mit Sprüchen.

Gärtnermarkt hat täglich geöffnet

Voll werde es vor allem nachmittags, berichtet Krausche, wenn die Gäste vom Hauptgelände über den Gärtnermarkt zum Blumenblock ziehen. Dann werde probiert, verglichen und vor dem Spiegel geprüft. Für die Monate der Schau hat Krausche eine Wohnung in der Leinefelder Südstadt bezogen, wenige Schritte vom Stand entfernt. „Das ist hier wunderbar geregelt“, sagt er. Bei früheren Gartenschauen habe er deutlich längere Wege gehabt – auch bis zum nächsten Einkaufsmarkt.

Außerhalb der Marktsaison verkauft das Unternehmen in einem Hofladen in Görlitz, der nach Bedarf öffnet, sowie in einem Laden im Spreewald. Der Gärtnermarkt liegt direkt vor dem Blumenblock und hat täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Er befindet sich außerhalb des eintrittspflichtigen Gartenschaugeländes, der Besuch kostet nichts.

Hard Facts

  • Gärtnermarkt Landesgartenschau Leinefelde-Worbis
  • täglich geöffnet von 10 bis 18 Uhr / Besuch kostenlos

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