So sieht das Nachtleben in Jena aus
Neun Veranstaltungsorte, ein gemeinsames Ticket und zwölf Stunden Programm: Die erste „Lange Nacht der Clubkultur“ in Jena war schon vor Beginn ausverkauft. Wie die Veranstalter mitteilten, gab es keine Abendkasse. Organisiert wurde die Nacht gemeinsam von Clubs, Soziokulturzentren und Off-Locations der Stadt.
Ein Ticket für neun Orte in Jena
Wer nachts ausgeht, kennt das Dilemma: Wer sich für einen Club entscheidet, verpasst, was gleichzeitig nebenan läuft. Die Lange Nacht wollte das zumindest für einen Abend ändern, unter dem Motto „Eine Nacht. Ein Ticket. Mehrere Kulturorte.“ Wohin die Nacht führt, sollten die Gäste selbst entscheiden. Die Idee dahinter beschreiben die Veranstalter so: Nachtkultur solle „nicht als einzelne Orte“ gedacht werden, „sondern als Teil einer vielfältigen Szene, die sich gegenseitig ergänzt, verbindet und sichtbar macht“.
Einlass am GewäXhaus in Jena
Los ging es am Freitag dem 23. Oktober 2026, ab 18 Uhr in der Schillerstraße 5 am GewäXhaus/Kulturbüro. Dort war der zentrale Einlass mit der Bändchenausgabe. Das Ticket kostete im Vorverkauf rund 16 Euro und galt für alle neun teilnehmenden Orte. Für die Nacht gab es außerdem eine gemeinsame Veranstaltungsordnung und ein Awareness-Konzept, also Regeln und Ansprechpersonen gegen Diskriminierung und Übergriffe.
Neun Orte machten mit: Kassablanca, Rosenkeller, Café Wagner, Spacement, Haus auf der Mauer, Kuba/Cosmic Dawn, Mikro Club, Nachtzentrale und das Planetarium. Musikalisch reichte das Programm von Techno, House und Hip-Hop über Indie und Psych-Stoner-Rock bis zu Queer Pop, Latin House und Reggaeton.
Ausverkaufte Nacht
Wie gefragt das Konzept war, zeigte sich schon vorher: Die Karten waren vor Beginn ausverkauft. Am Veranstaltungstag wiesen die Veranstalter ausdrücklich darauf hin, dass es keine Abendkasse geben werde, und sprachen von einer großen Nachfrage.
Party unter einer Kuppel
Am meisten fiel ein Ort auf, an den man bei Clubnächten eher nicht denkt: das Planetarium. „Das Planetarium ist eine der ältesten Institutionen, die Jena überhaupt hat“, sagt Nachtkulturkoordinator Christoph Litwinov. Dazu kommt die besondere Projektions- und Soundtechnik. „Das muss man sich unbedingt mal geben.“
Die ausverkaufte Premiere zeigt, dass das Interesse da ist. Ob daraus eine Tradition wird, ist aber offen. Nachtkulturkoordinator Christoph Litwinov würde gern weiterplanen, doch dafür brauche es verlässliche Rahmenbedingungen.
Hard Facts:
- Homepage
- Was: Die erste „Lange Nacht der Clubkultur“ in Jena
- Wann: 23. Oktober 2026
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