Kurz mal die Welt retten: Das NHZ Thüringen stellt sich vor
12. März 2021 • Geschrieben von
Stefanie Mueller-Durand
Von Klima- über Umweltpfad bis Thermometermuseum. Unsere nachhaltigen Empfehlungen für den Sommer. Foto: NHZ Thüringen
Die Uhr tickt. Nicht mehr lange können wir mit unserem Planeten umgehen wie bisher. Ressourcenausbeutung, Umweltverschmutzung und Energieverschwendung müssen ein Ende haben. Wir sollten uns alle mehr mit der Zukunft unseres Planeten auseinandersetzen – ähnlich wie das Nachhaltigkeitszentrum Thüringen. In „Kurz mal die Welt retten…“ wollen wir euch einmal im Monat nachhaltige News aus dem Freistaat präsentieren.
Was genau ist eigentlich das Nachhaltigkeitszentrum Thüringen (NHZ)?
Nachhaltigkeit ist ein sperriges Wort, das wissen wir – aber da steckt so viel drin, das würde jetzt mehr als eine Seite füllen. Also konkret: wir sind ein thüringenweit tätiges Projekt des Vereins Zukunftsfähiges Thüringen e.V., welches vom Land Thüringen gefördert wird. Wir sind ein „Umschlagplatz“ für gute, zukunftsweisende Ideen, aktive Begleiterinnen von Nachhaltigkeitsprozessen in Thüringen, Anlaufstelle für Bürgermeister*innen und kommunale Angestellte, Qualitätsentwickler in Sachen Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE).
Was seht ihr als eure Aufgabe?
Unsere internationale Leitlinie heißt „Agenda 2030“ – woran erkennbar ist, dass wir uns im Heute um die Zukunft kümmern. Wir beraten, informieren, veranstalten, schulen und vernetzen. Nachhaltige Entwicklung in Städten und Gemeinden sowie BNE stehen dabei im Mittelpunkt. Wir lassen uns leiten von den 17 Nachhaltigkeitszielen, die 2015 von den Vereinten Nationen beschlossen wurden. Wir bringen Menschen zusammen, die sich für eine starke Nachhaltigkeit einsetzen, d.h. als gelungene Verbindung ökonomischer Angemessenheit, ökologischer Tragfähigkeit und sozialer Gerechtigkeit. Nachhaltigkeit sollte nicht als Marketingtrick oder als Feigenblatt verstanden werden.
Wie kam es zur Gründung?
Ursprünglich entstand das Projekt aus der IG Stadtökologie Arnstadt e.V., deren Geschichte bis in die ausgehende DDR-Zeit zurückreicht. Viele Jahre waren wir in den Bereichen Agenda 21 und BNE für die Region Mittelthüringen zuständig. Aus diesem regionalen Nachhaltigkeitszentrum wurde 2011 ein landesweit tätiges Zentrum – das bis heute in Arnstadt angesiedelt ist.
Wer gehört eigentlich zu eurem Netzwerk?
Der Freistaat fördert viele verschiedene Nachhaltigkeitsakteure, z.B. die Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur GmbH (ThEGA) sowie das Nachhaltigkeitsabkommen der Thüringer Wirtschaft (NAT). Zum Netzwerk gehören auch Ministerien, der Thüringer Nachhaltigkeitsbeirat sowie zahlreiche Vereine und Verbände (z.B. Heimatbund, EWNT, Kulturrat, NNLs, Umweltverbände, Bildungseinrichtungen…).
Welche Projekte realisiert ihr?
Wir sind vor allem auf 3 Handlungsfeldern unterwegs:

Das NHZ-Team. Foto: NHZ
- BNE. Wir begleiten außerschulische Bildungsanbieter/ außerschulische Lernorte zur Nachhaltigkeit und unterstützen deren Bildungsarbeit. D.h. wir überlegen gemeinsam, wie sich das Thema anschaulich vermitteln lässt, überprüfen dabei die Bildungsarbeit und am Ende des Prozesses steht das Thüringer Qualitätssiegel BNE und ein kleiner Imagefilm.
- Kommunalberatung. Wir begleiten den sog. Bürgermeisterdialog zur nachhaltigen Kommunalentwicklung in Thüringen. Ob energetische Sanierung von KiTas, Mehrwegsysteme, städtische Anlagen für Artenvielfalt oder fair gehandelter Kaffee im Rathaus – im Bürgermeisterdialog geht es um Erfahrungsaustausch untereinander, um Vernetzung, um Zusammenarbeit und auch um die direkte Verbindung zur Landesregierung.
- Öffentlichkeitsarbeit für nachhaltige Aktivitäten in Thüringen. Als Kanäle bedienen wir unsere regelmäßig aktualisierte Website, eine interaktive Karte mit Akteuren und Projekten sowie Facebook. Aber auch die Zukunftsforen zu verschiedenen Nachhaltigkeitsthemen (z.B. Klimaanpassung in Stadt und Land oder Nachhaltige Mobilität) sowie das einmal jährlich stattfindende große Thüringer Nachhaltigkeitsforum bringen entscheidend voran.
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